Die Sträucher
Sträucher säumen Waldränder, Wiesen und Terrassen und bilden natürliche Hecken, die schützen, Grenzen markieren und die Landschaft bereichern. Viele tragen Beeren, die Vögeln als Nahrung dienen und seit jeher auch von der örtlichen Bevölkerung zu Nahrungs- oder Heilzwecken gesammelt werden, etwa Schlehe, Kornelkirsche oder Hundsrose. Mit ihren farbenfrohen Blüten und jahreszeitlichen Früchten erzählen die Sträucher von der Artenvielfalt der Valpolicella und der Lessinia und machen den Cammino bunter und abwechslungsreicher.

Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium)

Immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit ledrigen, glänzenden Blättern und stacheligen Blatträndern. Im Herbst trägt er rote Beeren, die für Menschen giftig, für Vögel jedoch eine wertvolle Nahrungsquelle sind.
Die Stechpalme wächst in kühlen, schattigen Wäldern der Hügel- und Bergregionen und kann mehrere Meter hoch werden. Sie ist kälteresistent und ein traditionelles Symbol der Winterfeiertage.
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Der Gewöhnliche Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Kleiner Baum mit rundlicher Krone und ganzrandigen, runden Blättern. Im Frühjahr bedecken ihn rosaviolette Blüten, die noch vor den Blättern direkt an Ästen und Stamm erscheinen.
Der Judasbaum liebt sonnige Standorte und warme Böden und ist daher typisch für die Hügellagen der Valpolicella.
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Der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna)

Sehr häufiger dorniger Strauch in lichten Wäldern und Feldhecken. Er besitzt kleine, tief gelappte Blätter, duftende weiße Blüten im Frühjahr und rote Früchte im Herbst.
Für die Tierwelt ist er besonders wichtig: Die Blüten ziehen bestäubende Insekten an, und die Beeren dienen vielen Vögeln als Nahrung. Traditionell wurde der Weißdorn auch als Heilpflanze und für Grundstückshecken verwendet.
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Das Europäische Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

Strauch oder kleiner Baum, der an Waldrändern und in Hecken wächst. Er besitzt ovale Blätter und fällt im Herbst durch seine leuchtend rosafarbenen Früchte auf, die sich öffnen und auffällige orangefarbene Samen zeigen.
Die Früchte sind für Menschen giftig, dienen einigen Vogelarten jedoch als Nahrung. Geschätzt wird das Pfaffenhütchen auch wegen seines hohen Zierwerts: Im Herbst färbt sich sein Laub leuchtend rot.
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Der Besenginster (Cytisus scoparius)

Wild wachsender, zwei bis drei Meter hoher Strauch mit dünnen grünen Zweigen und kleinen gelben Schmetterlingsblüten, die ihn im Frühjahr vollständig bedecken. Er wächst auf kargen, sonnigen Böden und besiedelt trockene Hänge und Lichtungen der Lessinia und der Valpolicella. Als Pionierpflanze reichert er den Boden mithilfe seiner Wurzeln mit Stickstoff an. Seine leuchtende Blüte gehört zu den deutlichsten Zeichen für den Einzug des Frühlings in den Bergen.
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Die Kornelkirsche (Cornus mas)

Baum oder Strauch, der fünf bis sechs Meter hoch werden kann. Im Februar und März ist er an seinen kleinen gelben Blüten zu erkennen, die vor den Blättern erscheinen. Die roten, essbaren Früchte, die Kornelkirschen, reifen im Spätsommer und werden traditionell für Konfitüren und Liköre verwendet. Die Pflanze bevorzugt sonnige Hänge und Waldränder, ist sowohl in der Valpolicella als auch in der Lessinia verbreitet und kündigt mit ihrer frühen Blüte den Frühling an.
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Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis)

Weit verbreiteter immergrüner Strauch mit sehr unterschiedlicher Wuchsform: von niederliegend bis aufrecht und drei bis vier Meter hoch. Er besitzt starre, stechende nadelförmige Blätter und bildet kugelige dunkelblaue Beerenzapfen, die als Gewürz und zur Herstellung von Gin verwendet werden. Der Wacholder wächst auf trockenen, sonnigen Böden, von den Hügeln der Valpolicella bis zu den Weiden der Lessinia, und ist ein typischer Vertreter karger, lichtreicher Lebensräume.
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Die Himbeere (Rubus idaeus)

Buschiger Strauch, der dichte Ausläuferbestände bildet und eine Höhe von 1,5 bis zwei Metern erreicht. Im späten Frühjahr trägt er kleine weiße Blüten und im Sommer rote, süße Früchte, die bei Tieren und Menschen gleichermaßen beliebt sind. Die Himbeere bevorzugt Lichtungen, Waldränder sowie kühle, feuchte Gebiete der Lessinia, wo sie gestörte Flächen rasch besiedelt.
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Der Wollige Schneeball (Viburnum lantana)

Robuster Strauch, der drei bis vier Meter hoch werden kann und große, ovale, samtig behaarte Blätter besitzt. Im Frühjahr trägt er Schirmrispen aus kleinen weißen Blüten. Darauf folgen sehr dekorative, bei Vögeln beliebte Früchte, die zunächst rot und später schwarz sind. Man findet ihn an Waldrändern und sonnigen Hängen der Valpolicella und der Lessinia, wo er Hecken und Lichtungen bereichert.
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Der Gewöhnliche Liguster (Ligustrum vulgare)

Immergrüner oder halbimmergrüner, bis zu drei Meter hoher Strauch mit ovalen, glänzenden Blättern. Im späten Frühjahr bildet er kleine, duftende weiße Blüten in Rispen. Darauf folgen schwarze Beeren, die für Menschen giftig, bei Vögeln jedoch beliebt sind. Der Liguster ist an Waldrändern, in Hecken und entlang sonniger Wege der Valpolicella und der Lessinia verbreitet.
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Die Gemeine Hasel (Corylus avellana)

Strauch oder kleiner Baum, der vier bis sechs Meter hoch wird, häufig Schösslinge bildet und rundliche, gezähnte Blätter besitzt. Bereits im Winter kündigt er mit seinen charakteristischen hängenden gelben Kätzchen den Frühling an. Im Sommer und Herbst reifen die bekannten Haselnüsse, die eine wertvolle Nahrungsquelle für Tiere sind und seit jeher auch vom Menschen genutzt werden. Die Hasel wächst an Waldrändern und in den kühlen Tälern der Valpolicella und der Lessinia.
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Die Felsen-Kirsche (Prunus mahaleb)

Kleiner Baum oder großer Strauch, der fünf bis sechs Meter hoch werden kann. Seine dunkle Rinde duftet nach Sauerkirsche. Im Frühjahr bedecken ihn weiße Blütenbüschel, die von Bienen stark besucht werden; später folgen kleine schwarze, bittere Steinfrüchte. Die Felsen-Kirsche bevorzugt warme, sonnige Hänge, Kalkböden und Waldränder und ist vor allem in den Hügellagen der Valpolicella verbreitet.
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Die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis)

Strauch oder kleiner Baum, der drei bis vier Meter hoch wird, mit ovalen Blättern und weißen, in Trauben angeordneten Blüten, die im Frühjahr erscheinen. Die Früchte sind kleine, dunkle, essbare Beeren, süß und zuckerreich, die früher von der ländlichen Bevölkerung verzehrt wurden. Die Felsenbirne wächst auf kalkhaltigen, sonnigen und steinigen Böden und ist an Hängen und in trockenen Gebieten der Lessinia verbreitet.
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Die Bergkiefer (Pinus mugo)

Immergrünes Nadelgehölz mit strauchigem Wuchs, das niedrige, dichte Bestände bildet und sich häufig an felsige, sonnige Hänge schmiegt. Es besitzt dunkelgrüne, paarweise angeordnete Nadeln und bildet kleine holzige Zapfen. Die Bergkiefer ist typisch für die höheren Lagen der Lessinia, wo sie Wind und Kälte standhält, den Boden festigt und Tieren Schutz bietet.
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Die Schlehe (Prunus spinosa)

Stark verzweigter, dorniger Strauch, der drei bis vier Meter hoch werden kann. Im Frühjahr bedecken ihn kleine weiße Blüten, noch bevor die Blätter erscheinen. Seine Früchte, die Schlehen, sind dunkelblaue Steinfrüchte mit herbem Geschmack und werden traditionell für Liköre und Konfitüren verwendet. Die Schlehe ist in Hecken, an Waldrändern und auf trockenen Flächen der Valpolicella und der Lessinia verbreitet. Dort bildet sie dichte Gebüsche, die zahlreichen Tieren Schutz bieten.
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Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)

Sommergrüner, 1,5 bis zwei Meter hoher Strauch mit gelappten Blättern und kleinen grünlich gelben Blüten, die in Trauben angeordnet sind. Im Sommer trägt er rote, säuerliche und Vitamin-C-reiche Beeren, die in der Küche besonders für Konfitüren, Säfte und Süßspeisen geschätzt werden. Die Johannisbeere wächst an kühlen, feuchten Standorten, an Waldrändern und auf Bergwiesen der Lessinia.
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Die Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum)

Typischer immergrüner Strauch der höheren Lagen, der ein bis 1,5 Meter hoch wird und ovale Blätter mit bewimperten Rändern besitzt. Im Sommer bedecken ihn auffällige Büschel rosafarbener Blüten, die Weiden und Felshänge der Lessinia färben. Die Alpenrose liebt kalkhaltige, steinige Böden und gehört zu den charakteristischsten und eindrucksvollsten Blütenpflanzen der Veroneser Berge.
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Die Hundsrose (Rosa canina)

Dorniger, zwei bis drei Meter hoher Strauch mit bogenförmigen Zweigen und gefiederten Blättern. Im späten Frühjahr trägt er einfache rosafarbene oder weiße Blüten. Im Herbst folgen die roten, Vitamin-C-reichen Hagebutten, die für Kräutertees und Konfitüren verwendet werden. Die Hundsrose ist an Waldrändern, auf Wiesen und in Hecken in der gesamten Valpolicella und Lessinia verbreitet.
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Die Mittelmeer-Brombeere (Rubus ulmifolius)

Dorniger, rankender Strauch, der zwei bis drei Meter hoch wird und dichte, undurchdringliche Geflechte bildet. Im Sommer trägt er weiße oder rosafarbene Blüten, aus denen sich anschließend Brombeeren entwickeln: schwarze, saftige Früchte, die bei Menschen und Tieren sehr beliebt sind. Die Brombeere wächst wild auf Brachflächen, an Waldrändern und in Hecken der Valpolicella und der Lessinia und bietet zahlreichen Vögeln und kleinen Säugetieren Schutz.
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Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra)

Strauch oder kleiner Baum, der fünf bis sechs Meter hoch werden kann und gefiederte, gezähnte Blätter besitzt. Im späten Frühjahr bildet er große, schirmförmige Blütenstände aus duftenden weißen Blüten, die für Sirup und Süßspeisen verwendet werden. Im Sommer folgen schwarze Beeren, die traditionell zu Konfitüren und Likören verarbeitet werden. Der Schwarze Holunder liebt frische, nährstoffreiche Böden und ist entlang von Wasserläufen, in Hecken und an Waldrändern der Valpolicella und der Lessinia häufig anzutreffen.
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Der Rote Holunder (Sambucus racemosa)

Drei bis vier Meter hoher Strauch oder kleiner Baum, der dem Schwarzen Holunder ähnelt, aber leuchtend rote Früchte in dichten Trauben trägt. Im Frühjahr bildet er gelblich weiße Blütenstände; die Beeren reifen zu Beginn des Sommers. Der Rote Holunder wächst in kühlen Wäldern, auf Lichtungen und an Bergwaldrändern der Lessinia. Anders als die Früchte des Schwarzen Holunders sind seine Früchte roh nicht essbar.
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Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea)

Drei bis vier Meter hoher Strauch mit ovalen Blättern, die sich im Herbst sehr dekorativ leuchtend rot färben. Im Frühjahr trägt er weiße Blüten in kleinen Schirmrispen; darauf folgen dunkle Beeren, die für Menschen giftig, für die Tierwelt jedoch nützlich sind. Der Rote Hartriegel ist an Waldrändern, in Hecken und an sonnigen Hängen der Valpolicella und der Lessinia verbreitet.
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Der Perückenstrauch (Cotinus coggygria)

Strauch oder kleiner Baum, der bis zu fünf Meter hoch wird und rundliche Blätter besitzt, die sich im Herbst spektakulär rot bis purpurfarben färben. Im späten Frühjahr trägt er Rispen aus kleinen gelblich grünen Blüten. Danach bleiben charakteristische, federartig-lockere Fruchtstände zurück, denen die Pflanze ihren englischen Namen „smoke tree“ verdankt. Der Perückenstrauch wächst auf trockenen Kalkböden und ist an felsigen, sonnigen Hängen der Valpolicella häufig anzutreffen.
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